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1927 findet sie in Heidelberg im Schloss Wieblingen mit der Errichtung eines Internats und einer daran angeschlossenen Mädchenschule ihre Lebensaufgabe. Hinterhältigkeit und Verrat führen zu ihrer Verhaftung und 1944 zu ihrem Tod in Plötzensee.

Referentin: Dr. Adelheid von Hauff, Diplom-Pädagogin, Dozentin für Evangelische Theologie und Religionspädagogik i.R., Prädikantin im Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz, Synodale der Evangelischen Landeskirche in Baden und der EKD
In ihren ersten drei Jahrzehnten lebte sie auf einem Schloss in Pommern. Die religiösen Wurzeln ihrer Familie gehen auf ihren von der Erweckungsbewegung geprägten Urgroßvater Adolph von Thadden (1796-1882) zurück. Nach dem frühen Tod der Mutter übernimmt sie an der Seite ihres Vaters die Pflichten einer Gutsherrin. Einen tiefen Einschnitt stellt die zweite Ehe des Vaters dar: In ihrem 30. Lebensjahr muss Elisabeth von Thadden sich ohne Ausbildung eine eigene Aufgabe suchen. 1927 kann sie in Heidelberg im Schloss Wieblingen mit der Errichtung eines Internats und einer daran angeschlossenen Mädchenschule beginnen. Sie hat damit ihre Lebensaufgabe gefunden. Hinterhältigkeit und Verrat führen zu ihrer Verhaftung und 1944 zu ihrem Tod in Plötzensee.

 
Online-Zugang: Meeting-ID: 685 9180 7742 Kenncode: 171790
 
Keine Anmeldung erforderlich
 
Hybrid: Online und Gemeindehaus Durlach
Karlsruhe-Durlach
Gleich zwei „Doppelleben“ finden sich im Roman des Schweizer Autors Alain Claude Sulzer: das der Brüder Edmond (1822-1896) und Jules (1830-1870) de Goncourt - und das ihres Dienstmädchens Rose Malingre. Wer es kürzer liebt, liest den 2022 erschienen Roman, wer es länger mag, schaut einmal in die über 7000 Seiten der Tagebücher.

Referentin: Dr. Marita Hecker, ev. Pfarrerin und Autorin
„Dieses Tagebuch“, schreiben die Brüder Goncourt, „ist unsere alltägliche Beichte. Unser Bemühen richtete sich darauf, unserer Nachwelt ein getreuliches, lebendiges Bild von unseren Zeitgenossen zu hinterlassen, sie in der eifrigen Mitschrift wieder aufleben zu lassen, durch eine Geste, die ihre Überraschung widerspiegelt, durch diese Anflüge von Leidenschaft, in denen sich die Persönlichkeit enthüllt, durch dieses gewisse Etwas, das dem Leben Intensität verleiht.“
Bei aller Scharfsicht war ihnen das Doppelleben ihrer Haushälterin Rose entgangen. Sie setzten ihr im Roman „Germinie Lacerteux“ ein Denkmal. Alain Claude Sulzers Roman fasst die Geschichte aller auf ergreifende Weise zusammen.

 
Online-Zugang: Meeting-ID: 668 2007 9388 Kenncode: 044628
 
Keine Anmeldung erforderlich
 
Hybrid: Online und Gemeindehaus Durlach
Karlsruhe-Durlach
Petrus-Jakobus-Kirche
Karlsruhe
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